Fragen und Antworten

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    • Von Durchfall spricht man bei 3 oder mehr Stuhlentleerungen pro Tag von verminderter Festigkeit (Konsistenz) - wie von breiiger oder flüssiger Form.

      Hagel S. et al: S2k-Leitlinie Gastrointestinale Infektionen und Morbus Whipple, Z Gastroenterol, 2015; 53: 18-459.

    • Von einem Reizdarmsyndrom spricht man bei wiederkehrenden abdominellen Schmerzen, durchschnittlich 1-mal pro Woche während der letzten 3 Monate (mind. seit 6 Monaten) und assoziiert mit 2 oder mehr der folgenden Kriterien:

      - Stuhlentleerung

      - Veränderung der Stuhlfrequenz

      - Veränderung der Stuhlform (Konsistenz)

      Lacy B.E. et al: Bowel Disorders. Gastroenterology, 2016; 150: 1393-1407.

    • Verstopfung im medizinischen Sinne besteht bei weniger als 3 Stuhlgängen pro Woche, wenn zusätzlich folgende Beschwerden bestehen (Rom 3 Kriterien)*:

      - Klumpiger oder harter Stuhl

      - Schmerzen beim Stuhlgang

      - Starkes Pressen

      - Gefühl der inkompletten Stuhlentleerung

      - Gefühl der Blockierung

      - Manuelle Stuhlentleerung (zusätzliche händische Hilfe nötig)

      *Rome III Diagnostic Criteria for Functional Gastrointestinal Disorders, Appendix A: Rome II Diagnostic Criteria for FGIDs.

    • Bei Auftreten von min. 2 der genannten Symptome:

      - Schmerzhafter oder harter Stuhlgang

      - Weniger als 3 Stuhlgänge pro Woche

      - Mehr als 1x Stuhlschmieren pro Woche

      - Zurückhalten von Stuhl

      - Gelegentliches Entleeren von großen Stuhlmassen

       

      Leitlinien der Gesellschaft für pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung (GPGE)

    • Ballaststoffe, Flüssigkeit und Bewegung sind die drei wichtigsten Elemente für eine gesunde Verdauung!

      Essen Sie ballaststoffreich

      Ballaststoffe sind pflanzliche, unverdauliche Bestandteile unserer Nahrung. Sie wirken sich positiv auf die Darmtätigkeit und die Verdauung aus und kommen vor allem in folgenden Lebensmitteln vor:

      • - Gemüse und Obst
      • - Vollkornprodukte
      • - Hülsenfrüchte (z.B. Linsen, Guarbohnen)

      Trinken Sie genügend

      Trinken Sie pro Tag mindestens 2 Liter, am besten Leitungswasser.
      Tipp: Nehmen Sie sich eine 1,5L-Flasche mit ins Büro oder an Ihren Arbeitsplatz und nehmen Sie sich vor, die ganze Flasche über den Tag verteilt auszutrinken.
      Die Flüssigkeit braucht der Körper für seine Verdauungstätigkeit im Darm, aber auch für viele andere Stoffwechselprozesse.

      Bleiben Sie in Bewegung

      Nehmen Sie sich die Zeit, sich 2-3x pro Woche ausgiebig zu bewegen. Machen Sie dabei das, was Ihnen am meisten Spaß macht (Laufen, Spazierengehen oder vielleicht auch einen Tanzkurs) und tragen Sie sich diese Trainingstermine fi x in Ihren Kalender ein.
      Die Bewegung wirkt anregend auf die Darmtätigkeit und sorgt auch für geistige Abwechslung und Entspannung vom hektischen Alltag.